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15. Februar 2006 Druckversion | Versenden | Leserbrief
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MOBIL-VIDEOS

Fußball-WM soll aufs Handy kommen

Die Telekom-Tochter T-Online will in Kürze ein mobiles Breitbandangebot starten. Schon in wenigen Wochen soll die beschleunigte UMTS-Technik HSDPA verfügbar sein, sagte Firmenchef René Obermann auf der Branchenmesse 3GSM in Barcelona.

Barcelona - T-Mobile will das Surfen im Internet über mobile Endgeräte wie Handys schneller machen. Als erster Anbieter in Europa startet die Tochter der Deutschen Telekom noch in diesem Quartal die neue HSDPA-Technologie für das UMTS-Mobilfunknetz, wie T-Mobile-Chef René Obermann am Dienstag auf der Branchenmesse 3GSM in Barcelona sagte.

Schneller mobil: T-Mobile-Chef Obermann wirbt für die Breitbandtechnik HSDPA
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Schneller mobil: T-Mobile-Chef Obermann wirbt für die Breitbandtechnik HSDPA
HSDPA biete Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 1,8 Megabit pro Sekunde. Dies sei vergleichbar mit niedrigen Übertragungsraten im derzeit verfügbaren schnellen Internet über Festnetz (DSL). "Das Mobilfunknetz wird zum bevorzugten Zugang ins Internet", sagte Obermann.

Über das beschleunigte Internet will T-Mobile auch Kunden für sein Angebot "web'n'walk" gewinnen, das den mobilen Zugang zum kompletten Internet ermöglicht und nicht nur zu ausgewählten Internet-Seiten. Seit Jahren versuchen die Mobilfunkunternehmen ihre Kunden davon zu überzeugen, ihr Handy nicht nur zum Telefonieren und für Kurznachrichten zu benutzen. Mit fallenden Gesprächspreisen müssen sich die Unternehmen andere Erlösquellen suchen, und die sehen sie unter anderem in neuen Datendiensten.

HSPDA (High-Speed Downlink Packet Access) soll schnellere Zugriffe auch auf komplexere Internetseiten erlauben und die Wartezeiten für den Seitenaufbau verkürzen. Der schärfste Konkurrent von T-Mobile in Deutschland, Vodafone, hatte angekündigt, HSDPA werde zur Fußball-Weltmeisterschaft in allen Austragungsstädten eingerichtet sein.

T-Mobile wird seinen Kunden, die per Mobiltelefon ins Internet wollen, ein Gerät des Handyherstellers BenQ Mobile anbieten. Die taiwanesische BenQ, die 2005 die Mobiltelefonsparte von Siemens übernommen hatte, hatte am Montag angekündigt, das erste Handy mit der neuen Technologie bis zur Fußball-Weltmeisterschaft im Juni auf den Markt zu bringen.

Damit werde das Gerät früher in den Handel kommen als das von Samsung. Der weltweit drittgrößte Handyhersteller hat im Januar als erster ein HSDPA-Gerät angekündigt. BenQ führt nach eigenen Angaben Gespräche mit 13 europäischen Netzanbietern.

O2 wildert bei der Telekom

Außerdem werde T-Mobile voraussichtlich im vierten Quartal ein Instant-Messaging-Angebot starten, sagte Obermann. Die Deutschen habe man sich mit anderen führenden Mobilfunkanbietern in Europa wie Vodafone oder der France-Telecom-Tochter Orange auf einen gemeinsamen Standard für deren Netze geeinigt. Unklar ist allerdings noch, wie die Kosten abgerechnet werden sollen.

Mobilfunkanbieter wildern aber nicht nur im Revier der Daten-Dienstleister, auch den Festnetzanbietern versucht die Branche Marktanteile abzujagen. So steigt der drittgrößte deutsche Mobilfunkanbieter O2 demnächst in das Festnetzgeschäft ein. O2 werde in Kooperation mit der neuen Konzernmutter Telefonica voraussichtlich ab Herbst DSL als Ergänzung zum bestehenden Genion-Tarif anbieten, sagte Rudi Gröger, Deutschland-Chef von O2. Gedacht sei diese Möglichkeit für Kunden, die besonders hohe Übertragungsraten wünschen.

Der Preis für das neue Angebot stehe noch nicht fest, sagte Gröger. Der Grundpreis für das Paket aus UMTS-Mobilfunk und DSL-Festnetzanschluss werde aber deutlich niedriger sein als die bislang übliche Kombination aus Grundgebühr fürs Festnetz einerseits und Grundgebühr fürs Handy andererseits. Mit näheren Details zur neuen Tarifstruktur sei voraussichtlich auf der Cebit Anfang März in Hannover zu rechnen.

Mobiles Breitband über die UMTS-Variante HSDPA werde O2 voraussichtlich Ende des Jahres zur Verfügung stellen, sagte Gröger. Es bestehe hier allerdings keine Grund zur Eile, da die Kunden das neue Produkt erst annehmen müssten.

manager-magazin.de mit Material von rtr, dpa, ddp




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